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FAQs (Frequently Asked Questions) - Liste der häufigsten Fragen
C. Fragen beim Tierarzt
1. Muss das Gebiss eines Pferdes regelmäßig untersucht werden?
2. Was ist gegen Muskelübersäuerung zu tun?
3. Mein Pferd leidet unter einer Muskelübersäuerung. Mir wurde geraten,
einen reinen Getreidemix zu verfüttern. Soll ich diesem Rat folgen?
4. Mein Pferd neigt zu Koliken. Was kann ich dagegen tun?
5. Wie erreicht mein Pferd nach einer, z. B. krankheitsbedingten, Abmagerung wieder schnell sein Idealgewicht?
6. Besteht ein Zusammenhang zwischen der Ernährung und OCD (Osteochondritis dissecans)?
7. Kann mein Pferd Magengeschwüre bekommen?
C 1. Muss das Gebiss eines Pferdes regelmäßig untersucht werden?
Ganz bestimmt. Denn es ist möglich, dass das Pferd durch ungleichmäßiges Kauen so genannte Zahnhaken entwickelt. Infolge dieser Haken verschlechtert sich im Laufe der Zeit der Kauvorgang, sodass das Futter nicht klein genug zermahlen wird. Hierdurch wird die Aufnahme verschiedener Nährungsstoffe im Verdauungstrakt erschwert (bzw. unmöglich gemacht). Ein Pferd mit schlechtem Gebiss muss mehr Futtermenge aufnehmen, um seinen Nahrungsbedarf zu decken. Das kann bis zu einem 1 kg Mehrfutter ausmachen!
C 2. Was ist gegen Muskelübersäuerung zu tun?
Hier empfiehlt sich ein ausgewogenes Futter mit hohem Fettanteil und den nötigen Vitaminen (E, B1, B12) sowie Mineralstoffen wie Selen (Se) und Magnesium (Mg). Daneben spielt Raufutter eine tragende Rolle. Außerdem ist ein ausbalanciertes Verhältnis von gutem Eiweiß/ Energie anzustreben. Ein genau abgestimmtes Elektrolytgleichgewicht (d.h. die ausgeglichene Zufuhr von Natrium, Kalium, Magnesium und Chlor) ist ebenfalls von Bedeutung.
C 3. Mein Pferd leidet unter einer Muskelübersäuerung. Mir wurde geraten,
einen reinen Getreidemix zu verfüttern. Soll ich diesem Rat folgen?
Die Hauptursache von Muskelproblemen ist ein übermäßiger Getreideverzehr (vor allem Hafer und Weizen) bei einer gleichzeitig zu geringen Aufnahme von rohen Zellstoffen. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Ration anzupassen und eine reine Getreidemischung in jedem Falle zu vermeiden.
C 4. Mein Pferd neigt zu Koliken. Was kann ich dagegen tun?
Die Verabreichung von Mash & Mix kann das Auftreten von Koliken verhindern. Durch seine spezifische Zusammenstellung versorgt dieses Futter den Darmtrakt mit Flüssigkeit, so dass die Verstopfungsgefahr gemindert wird. In Kombination mit Heu oder qualitativ hochwertigem Silogras kann dies in wesentlichem Maße zur Vermeidung von Koliken beitragen. Als Zugabe zur Raufutterration können auch Karotten oder Futterrüben verabreicht werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass diese vollkommen sandfrei sein müssen.
C 5. Wie erreicht mein Pferd nach einer, z. B. krankheitsbedingten, Abmagerung wieder schnell sein Idealgewicht?
Ist ein Pferd stark untergewichtig, und es wurde vom Tierarzt als klinisch gesund erklärt, dann kann es mit einer Schonkost aus Probreed + Top-Action sowie einer unbegrenzten Menge Raufutter in einigen Wochen zu seinem normalen Gewicht zurückfinden. Sobald dieses erreicht ist, wird wieder auf die ursprüngliche Ration umgestellt.
C 6. Besteht ein Zusammenhang zwischen der Ernährung und OCD (Osteochondritis dissecans)?
Verschiedene Faktoren sind dafür verantwortlich: Bewegung, Ernährung und Erblichkeit. Der Ernährung kommt ab dem 1. Lebensjahr eine besondere Bedeutung zu. Ab dann muss das aufwachsende Pferd zunehmen, ohne ein Überangebot an Eiweiß oder Stärke aufzunehmen. Als Energiequelle dienen Beigaben von Öl und Rohfaserstoffen. Bei den Mineralstoffen ist insbesondere auf einen hinreichenden Gehalt an Kupfer (Cu), Zink (Zn) und Mangan (Mn) zu achten. Virusinfektionen muss soweit wie möglich vorgebeugt werden, da sie Gelenke und Knochen des Pferdes angreifen.
C 7. Kann mein Pferd Magengeschwüre bekommen?
Sicherlich. Magengeschwüre werden häufig bei im Training stehenden Pferden festgestellt. Die Ursache ist eine Überbelastung durch Magensäure. Da Sportpferde in aller Regel Futterkonzentrate und zu wenig Raufutter zu sich nehmen, gehen Säuregrad (pH) und Speichelproduktion stark zurück. Der Speichel dient als natürlicher Schutz des Magens, der gleichzeitig auch die überschüssige Magensäure neutralisiert.
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