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FAQs (Frequently Asked Questions) - Liste der häufigsten Fragen
 
 
A. Allgemeine Fragen zu Pferdefutter
 
  1. Was gebe ich morgens zuerst: Kraft- oder Raufutter?
  2. Wie oft täglich muss ein Pferd gefüttert werden?
  3. Gibt es ein besonderes Futter für kolikanfällige Pferde?
  4. Warum ist Raufutter so wichtig?
  5. Sind Eiweiße schädlich oder notwendig?
  6. Welche Futtermenge muss ich meinem Pferd/Pony geben?
  7. Wo liegt der Unterschied zwischen Brocken und einer Mischung?
  8. Was ist der Unterschied zwischen weißem und schwarzem Hafer?
  9. Muss ich dem Pferdefutter noch zusätzlich Kleie beigeben?
10. Was ist ein Premium Futter?
11. Ist Silomais/Silogras gut für mein Pferd?
12. Mein Pferd frisst im Stall sein gesamtes Stroh. Warum macht es das und wie kann ich dieses Problem lösen?
13. Warum haben bestimmte Pferdefuttersorten einen erhöhten Fettgehalt?
14. Und diese These: Im Vorjahr ist so viel Gras gewachsen, dass ich meinen
      Pferden kein Kraftfutter zu geben brauche.
Stimmt diese Behauptung?
15. Warum soll ich Kraftfutter kaufen? Ich kann doch selbst eine Mischung zubereiten?
16. Ich will meinen Jungpferden eine Extraration Calcium verabreichen. Deshalb gebe ich Kreidefutter bei.
17. Soll ich meiner trächtigen Stute noch weitere Futterzusätze verabreichen?
18. Durch welches Futter wird mein Pferd ruhiger und weniger stressanfällig?
 
 
A 1. Was gebe ich morgens zuerst: Kraft- oder Raufutter?
Hierzu gehen die Meinungen auseinander. Beides hat Vor- und Nachteile. Es empfiehlt sich, Kraft- und Raufutter nicht gleichzeitig zu verabreichen. So kann der kleine Magen des Pferdes oder Ponys die Verdauung optimieren. Bei einer Überfütterung werden bei der Verdauung keine optimalen Ergebnisse erzielt, zumal nicht alle Nährstoffe aufgenommen werden können.
 
A 2. Wie oft täglich muss ein Pferd gefüttert werden?
Zweimal täglich ist eigentlich nicht hinreichend. Aufgrund seines kleinen Magens sollte das Pferd täglich mehrmals kleinere Portionen zu sich nehmen; drei Fütterungen sind dabei kein Luxus. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf die Vermeidung von Verdauungsstörungen, sondern auch zur Verhinderung von Krippenbeißen usw.
 
A 3. Gibt es ein besonderes Futter für kolikanfällige Pferde?
Ja. Diesen Pferden sollte möglichst viel strukturreiches Futter wie Heu, Stroh, Strucomix, usw. verabreicht werden. Es ist auch darauf zu achten, dass die Pferde mehrmals täglich gefüttert werden. Durch eine regelmäßige Nahrungsaufnahme in kleinen Portionen ist der Verdauungstrakt stets gut gefüllt (vor allem Blind- und Dickdarm), sodass die Kolikanfälligkeit reduziert wird. Die Zellstoffe in diesen Rohfutterstoffen halten die Verdauung in Gang und sind für die Verdauungsgeschwindigkeit maßgeblich.
 
A 4. Warum ist Raufutter so wichtig?
Rohe Zellstoffe sind für die langfristige Energiezufuhr von Bedeutung. Erst zwanzig Stunden nach einer reichlichen Dosis Heu wird die Nahrung in Energiezufuhr umgewandelt. Zellrohstoffe sind gleichzeitig ein unverzichtbarer Stimulator für den Darmtrakt. Stärke und Zucker bilden eine rasche, schubweise und vorübergehende Form der Energiezufuhr, die dem Pferd gleichfalls von Nutzen ist. Die durch Zellrohstoffe ausgelöste Energiezufuhr entwickelt sich erst allmählich. Millionen von Bakterien im Dickdarm wandeln die Zellrohstoffe in flüchtige Fettsäuren wie Essig-, Butter- und Propionsäure um. Diese flüchtigen Fettsäuren im Blutkreislauf dienen als Energiequelle für Organe, Muskeln und Nerven.
 
A 5. Sind Eiweiße schädlich oder notwendig?
Eiweiße sind notwendig für körpereigene Ballaststoffe, für Haut, Haar, Muskelzellen, Bindegewebe und Hufe. Eiweiße bilden einen vitalen Bestandteil des Gehirns, Bluts, der Enzyme und der Hormone, und sind für die Milcherzeugung erforderlich. Genügend Eiweiße im Körper sind wichtig für das Wachstum, die Fortpflanzung, das Stillen, das Immunsystem sowie für die Erneuerung von Körpergewebe wie z. B. Hirnzellen. Man spricht von einer überhöhten Eiweißzufuhr, wenn mehr als 150 % des Tagesbedarfs verabreicht werden. Das zu viel aufgenommene Eiweiß wird von Pferden in Energie oder Körperfett umgesetzt, wobei dies allerdings unökonomisch ist, denn Kohlehydrate (Getreide) erbringen dreimal und Fette sechsmal so viel Energie. Außerdem entstehen bei der Freisetzung von aus Eiweiß abgeleiteter Energie viel Wärme bzw. Schweiß.
Weitere Nebenwirkungen einer überdosierten Eiweißzufuhr:
  • Überbelastung der Leber durch Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels,
  • Hoher Ammoniakgehalt im Urin, der die natürliche Atmung des Pferdes beeinträchtigt,
  • Überhöhter Stress durch einen veränderten Nitrogenspiegel im Blut, der wiederum den Hormonhaushalt
        (hauptsächlich in der Schilddrüse) verändert; was auch zur so genannten Montagskrankheit (tying up) führen kann,
  • Hautprobleme wie die Sommerräude,
  • Aufgeschwemmte Beine infolge einer Leberüberlastung.
    Aus obengenannten Gründen verwenden wir im Cavalor-Kraftfutter nicht zu viel, und nur erstklassiges Eiweiß.
     
    A 6. Welche Futtermenge muss ich meinem Pferd/Pony geben?
    Dies hängt von mehreren Faktoren ab und lässt sich nicht aus dem Stegreif sagen. Die erwarteten Leistungen sowie die physische Verfassung als auch die Tatsache, ob das Tier trächtig ist oder nicht, seine Rasse u. v. m. beeinflussen die zu verabreichende Futtermenge. Bei deren Festlegung muss das Raufutter berücksichtigt werden (Qualität und Quantität). Erst dann lässt sich der kg-Wert für Kraftfutter und/oder bestimmte Beigaben bestimmen. Hierzu können Sie unser Rationsberechnungsprogramm FRASC nutzen. Doch Vorsicht: Bei jedem Pferd sind die individuellen Werte anders. Die errechneten Werte sind nur Vorgaben. Das "Auge des Herrn" hat auch ein Wort mitzureden.
     
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    A 7. Wo liegt der Unterschied zwischen Brocken und einer Mischung?
    Ausgangspunkt ist in beiden Fällen derselbe: Die verschiedenen Grundstoffe werden entsprechend einer gegebenen Rezeptur miteinander vermischt. Bei der Herstellung von Brocken wird die Mischung zunächst gemahlen und anschließend in seine gewünschte Form gepresst. Der Preisunterschied ergibt sich aus den verwendeten Grundstoffen; ist er bei Kornfutter unerheblich, so schlägt er bei Gemischen und Müsli zu Buche. Vom Nährwert her betrachtet, ist es unerheblich, ob Gerstenflocken ansehnlich flach und rund gestaltet, oder ob sie bloß zerhackt sind.
     
    A 8. Was ist der Unterschied zwischen weißem und schwarzem Hafer?
    Schwarzer Hafer wird in wärmeren Klimazonen angebaut und bietet eine konstantere Qualität. Das Volumengewicht dieses Hafers liegt ein wenig über dem des weißen Hafers. Die etwas dünnere Schale fördert zwar die Verdauung, doch ist der Nährwert beider Hafersorten nahezu gleich (weißer Hafer kann sogar etwas mehr Zuckerstoffe enthalten). Die meisten Pferdeliebhaber neigen allerdings dazu, schwarzen Hafer an die Tiere zu verfüttern.
     
    A 9. Muss ich dem Pferdefutter noch zusätzlich Kleie beigeben?
    Kleie ist gut für den Darmtrakt des Pferdes. Deshalb wird es Cavalor-Pferdefutter in zerkleinerter Form beigemischt. Die Verabreichung zusätzlicher Kleie ist aus diesem Grunde zwar nicht erforderlich, kann aber in begrenztem Maße erfolgen, sodass in der Futterration kein Missverhältnis entsteht.
     
    A 10. Was ist ein Premium Futter?
    Premium ist ein Futterkonzentrat auf der Basis von thermisch behandelten (extrudierten bzw. expandierten) Grundstoffen, um die Verdau-barkeit zu erhöhen und die Portionen zu mindern.
     
    A 11. Ist Silomais/Silogras gut für mein Pferd?
    Geringe Beigaben von Silomais können nicht schaden, allerdings ist von einer zu hohen Dosierung abzuraten, weil es zu einem Energieüberschuss bei gleichzeitig zu geringer Aminosäurenbildung führt. Bei Silogras ist auf dessen Qualität zu achten. Vorzugsweise ist grobstängeliges Gras zu verwenden, das nicht zu früh geerntet und nicht überdüngt wurde. Damit verfügt man über Silogras, das nicht zu eiweißhaltig ist und ein gutes Pferdefutter darstellt. Falls das Silogras zu viel Eiweiß enthält, muss die Ration durch ein entsprechend eiweißärmeres Kraftfutter wie Pianissimo angepasst werden.
     
    A 12. Mein Pferd frisst im Stall sein gesamtes Stroh. Warum macht es das und wie kann ich dieses Problem lösen?
    Im Schnitt frisst ein ausgewachsenes Pferd täglich zwischen 10 und 11 kg Trockenfutter. Bei zu geringer Nahrungszufuhr macht es sich auf die Suche nach Ersatznahrung. Falls es kein Heu findet, frisst das Pferd Stroh. Schlimmstenfalls frisst es selbst Holzspäne und die Einstreu. Dieses Verhalten ist oft auch auf Langeweile zurückzuführen: Die Pferde haben zu viel Freizeit und sind zu schnell mit dem Fressen fertig. Die beste Lösung ist ein hinlänglicher Heuvorrat, den es nach Belieben verzehren kann. Denn zu viel Stroh führt aufgrund der darin enthaltenen Ligninmenge zu Verdauungsstörungen.
     
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    A 13. Warum haben bestimmte Pferdefuttersorten einen erhöhten Fettgehalt?
  • Höhere Fettgehalte haben einen glykogensparenden Effekt bei aeroben Leistungen.
  • Fette haben einen 2,5-mal höheren Energiewert als Kohlehydrate und Eiweiße.
  • Die Pferde schwitzen spürbar weniger, sodass der Elektrolytverlust geringer ausfällt.
  • Es ist eine zuverlässige Energiequelle, die nicht zu Milchsäure- und/oder Leberproblemen führt.
     
    A 14. Und diese These: Im Vorjahr ist so viel Gras gewachsen, dass ich meinen
             Pferden kein Kraftfutter zu geben brauche.
    Stimmt diese Behauptung?

    Hier liegt ein Missverständnis vor. Auch wenn viel Gras vorhanden ist, muss man die spezifischen Eigenschaften von jungem Gras berücksichtigen. Es enthält sehr wenig rohe Zellstoffe, wenig Energie, sehr viel Eiweiß und ihm fehlen Mineralstoffe wie Kupfer und Magnesium. Dies ist häufig auch bei jungen Pferden zu beobachten: geschwollene und aufgedunsene Gelenke. Deshalb ist es wichtig, während der Wachstumsphase ein Kraftfutter beizugeben, das diesen Mangel kompensiert und keinen zu hohen Eiweißgehalt aufweist.
     
    A 15. Warum soll ich Kraftfutter kaufen? Ich kann doch selbst eine Mischung zubereiten?
    Bei der Zusammenstellung eines guten Futters sind derart viele Faktoren zu berücksichtigen, dass dies im Grunde eine Angelegenheit für Spezialisten ist. Alle Mischverhältnisse müssen aufeinander abgestimmt sein, um Mängel bzw. Überschüsse auszuschließen. Unstimmig-keiten machen sich erst nach langer Zeit bemerkbar. Ein weiterer Aspekt ist eine konstante Qualität und Garantie.
     
    A 16. Ich will meinen Jungpferden eine Extraration Calcium verabreichen. Deshalb gebe ich Kreidefutter bei.
    Dies ist ein häufig begangener Irrtum, denn durch eine überhöhte Calciumzufuhr wird die Aufnahmefähigkeit für Phosphor (P) und Magnesium (Mg) gemindert, was bei Pferden in fortgeschrittenem Alter zu Beinverkrümmungen führt. Aus diesem Grunde ist stets eine gut ausbalancierte Form der Futterbeigabe anzustreben.
     
    A 17. Soll ich meiner trächtigen Stute noch weitere Futterzusätze verabreichen?
    Während der drei letzten Monate der Trächtigkeit sollte das Futter der Stute auf Probreed umgestellt werden, soweit bis dahin die normale Futterration gegeben wurde. Probreed enthält alle Vitamine und Mineralstoffe, die ein Fohlen für sein Wachstum benötigt. Probreed ist ein Vollwertfutter und erfordert keinerlei weiteren Zugaben zur üblichen Futterration.
     
    A 18. Durch welches Futter wird mein Pferd ruhiger und weniger stressanfällig? Weizen- und Haferzufuhr sollten ebenso wie der Eiweißgehalt zurückgeschraubt werden. Die Aufnahme von Rohfaserstoffen sollte durch die Bereitstellung von beliebig viel Heu gefördert werden. Kräuter haben ebenfalls in begrenztem Maße eine beruhigende Wirkung. Es können hierzu auch noch folgende Zusatzstoffe verabreicht werden: Vitamin B1 hat bei hoher Dosierung ebenfalls eine beruhigende Wirkung, Magnesiumazetat mindert die Stressbelastung und die Aminosäure Tryptophan wirkt ab einer bestimmten Konzentration gleichfalls stressmindernd. Diese Elemente und Rezepturen sind in Pianissimo-Futter und im Futtersupplement Cavalor Calm enthalten.
     
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